Ausbildung

Letzter Übungstag: Sonntag, 11.08.19
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Erster Übungstag nach dem Schollenfest: Samstag, 07.09.19

Moderne Hundeerziehung

„Welpen-Spielstunden“

Andere Hunde von klein auf zu kennen, ist wichtig für das Rudeltier Hund. Ausschließlicher Kontakt zu Menschen kann zu Aggressionsverhalten gegen Artgenossen führen. Deshalb bietet der SV Welpenspielstunden in der Sozialisierungsphase der Tiere an.

Sozialisierung durch Spiel und Spaßimage

Der Hund hat, genau wie der Mensch, ein soziales Wesen. Als Rudeltier sucht er von Geburt an den Kontakt zu seiner Mutterhündin, seinen Geschwistern und Artgenossen. Wird dem Welpen dieser Kontakt verwehrt, „verkümmert“ sein Sozialgedanke und er läuft Gefahr, zum Einzelgänger zu werden. Oft treten diese Hunde, aus ihrer Unsicherheit heraus, aggressiv oder aber extrem ängstlich gegenüber Artgenossen auf.

Regelmäßiger Kontakt zu gleichaltrigen Hunden, zum Beispiel in einer Welpenschule oder – wie wir sie nennen – „Welpenspielstunde“, kann dem entgegenwirken und dem Welpen Sicherheit im Umgang mit anderen Hunden geben.

Welpenspielstunde bedeutet, dass die Hunde hier von klein auf lernen, auf Artgenossen zu treffen, mit ihnen zu spielen und sich mit ihnen – auf soziale Art und Weise – zu verständigen. Auch die größtenteils noch unerfahrenen Hundebesitzer lernen in der Welpenspielstunde den artgerechten Umgang mit ihrem Welpen und die wichtigsten Grundsätze der Hundeerziehung. Um die soziale Bindung zwischen Mensch und (seinem) Tier zu stärken, finden auf dem Welpentreff regelmäßig Spieleinheiten mit den Hundebesitzern statt.

Denn: Hunde, die Vertrauen in sich, ihren Besitzer und ihre Umwelt haben, werden zu treuen/zuverlässigen Partnern für das ganze Leben!

Abenteuerspielplatz Welpentreff

„Aller Anfang macht Spaß“ lautet das Motto der Welpenspielstunden der SV-Ortsgruppen. Hier sind alle Welpen ab der elften Lebenswoche und, aus Sicherheitsgründen nur mit vollständigem Impfschutz, herzlich willkommen. Der Übungsplatz der Ortsgruppe wird für den Welpentreff wöchentlich zum „Abenteuerspielplatz“ hergerichtet: Hier können die jungen Hunde einmal in der Woche spielerisch den Umgang mit Gleichaltrigen lernen, verschiedenste Umweltreize kennenlernen und unter sicherer Aufsicht wertvolle Erfahrungen für eine gesunde soziale Entwicklung sammeln. Mit der 20. Lebenswoche tritt der Welpe ins Junghundalter ein und darf die Welpenspielstunde verlassen.

HUNDEFÜHRERSCHEIN

Ausbildungsmässig arbeiten wir schon lange nach den Anforderungen des Hundeführerscheins. Unser Augsburger Modell zeigt die perfekte Ausbildung von Mensch und Hund in unserem Lebensraum.

„Augsburger Modell“

Einen interessanten Einstieg in Erziehung und Ausbildung des Hundes bietet der SV in seinen Ortsgruppen mit dem „Augsburger Modell“ an. Dieses SV-Konzept für Erziehungskurse wendet sich ausdrücklich auch an Nichtmitglieder oder Besitzer andersrassiger Hunde. Orientiert ist der Kurs an den Richtlinien der Begleithund-Prüfung nach der VDH-Prüfungsordnung.

Praktische Hundeerziehung mit dem „Augsburger Modell“

Das Augsburger Modell wurde ursprünglich 1986 vom SV ins Leben gerufen, um Hundehaltern aller Rassen zu ermöglichen, an Hundeerziehungskursen teilzunehmen. Die Idee hinter dieser bundesweiten Initiative findet aber bis heute großen Anklang: das Wissen und die Erfahrungen der Ausbilder und Mitglieder an alle Hundeliebhaber, auch außerhalb des Vereins, weiterzugeben. Eine Mitgliedschaft im SV ist deshalb für diese Kurse nicht erforderlich!
Das Augsburger Modell bietet eine praxisorientierte Hundeerziehung nach modernen Ausbildungsmethoden. Die Kursteilnehmer üben mit ihren Hunden die Grundkommandos und das Gehorsam wie z.B. die Leinenführigkeit, in nachgestellten Alltagssituationen. Dem Hundehalter wird ganz nebenbei nützliches Basiswissen über das Verhalten und die Körpersprache ihrer Hunde vermittelt. Gemeinsames Ziel der Hundeerziehungskurse: der alltagssichere Familienhund.

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder Hund jeder Rasse
Mindestalter des Hundes: 12 Monate
Eine gültige Hundehalter-Haftpflichtversicherung und ein gültiges Impfbuch müssen mitgeführt werden
Eine Vereinsmitgliedschaft des Hundehalters ist nicht erforderlich.


 

 „Begleithund-Prüfung“

Diese Ausbildung stellt den Einstieg in den Hundesport dar. Ihr erfolgreiches Bestehen ist sowohl für Schutzhunde-Sport als auch für Agility oder Obedience eine grundlegende Voraussetzung. Wer erfolgreich am Augsburger Modell teilgenommen hat, tut zum Bestehen der BH-Prüfung meist nur noch einen kleinen Schritt. Für die Anerkennung der Prüfung ist nun die Mitgliedschaft im SV oder einem VDH-anerkannten Verein notwendig.

Ein verkehrssicherer Begleiter

Ziel der Ausbildung zum Begleithund ist ein unbefangener, sozialverträglicher und vor allem ein verkehrssicherer Hund. Hat der Hund erfolgreich an einem Hundeerziehungskurs (Augsburger Modell) teilgenommen, ist auch die Begleithundprüfung keine große Hürde mehr. Eine bestandene Begleithundprüfung ist grundlegende Voraussetzung für den Schutzhunde-Sport sowie für Agility.

Die Begleithundprüfung – für Mensch und Tier
In der Begleithundprüfung wird der Hund auf seine Alltags- und Verkehrssicherheit geprüft. Der Hundehalter muss vor Prüfungsbeginn einen Sachkundetest absolvieren, in dem er sein Grundwissen zur Hundehaltung und -erziehung nachweisen kann. Bei bestandenem Test erhält der Hundehalter eine Hundeführer-Lizenz und darf zur Begleithundprüfung antreten.

Der erste Teil der Begleithundprüfung findet auf dem Übungsplatz statt: Hier werden Leinenführigkeit und Unbefangenheit, Freifolge, Sitz aus der Bewegung und Ablegen in Verbindung mit Herankommen getestet. Im zweiten Prüfungsabschnitt geht es in den öffentlichen Verkehrsraum: Der Hund wird an der Leine geführt und soll sich gegenüber Passanten und dichtem Verkehr gleichgültig verhalten. Ein Begleithund muss außerdem fest angebunden auf dem Gehweg einer mäßig belebten Straße zwei Minuten gehorsam alleine bleiben können – Hundehalter bzw. Bezugsperson ist außer Sichtweite. Der Hund darf weder Passanten noch andere Hunde anknurren.

Teilnahmebedingungen:

Der Hund muss ein Mindestalter von 15 Monaten haben
Nachweis der Identität des Hundes durch Chip oder Tätowierung
Mitgliedschaft im SV oder in einem anderen VDH-anerkannten Verein
Infoblatt zur BH/VT Sachkundeprüfung
Sachkundeprüfungen BH/VT


 

„Obedience“

Diese Hundesportart, die wie Agility ihren Ursprung in England hat, ist relativ neu in Deutschland. Sie besteht aus einer Reihe von Gehorsamsübungen, die jedoch wesentlich vielseitiger als die „gewöhnlichen“ Unterordnungsübungen sind. Obedience setzt ein hohes Maß an Harmonie zwischen Hund und Hundeführer voraus.
Kontrolle durch Vertrauen
Eine besondere Form des Gehorsamkeitstrainings ist die Hundesportart „Obedience“. Hier geht es weniger um körperliche Höchstleistungen, sondern um Konzentration, Selbstkontrolle und absolute Sozialverträglichkeit des Tieres. Harmonie und Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer werden durch die Obedience-Übungen gestärkt und sind Voraussetzung für diesen Hundesport.

Viele der Obedience-Übungen, wie das „Fuß laufen“ oder „Bleiben auf Distanz“ sind bereits aus der Ausbildung zum Begleithund und zum Gebrauchshund bekannt, werden allerdings anders kombiniert und erweitert. Einige Übungen, z.B. die Distanzkontrolle oder die Geruchsidentifizierung von Gegenständen, werden erst beim speziellen Obedience-Training eingeführt.

Kommunikation und Denksport
Beim Obedience geht es in erster Linie um Präzision. Die Obedience-Übungen sind vielfältig, abwechslungsreich und intensivieren durch die ständige Kommunikation die Bindung zwischen Mensch und Tier. Das Training kann bedenkenlos jedem Hund zugetraut werden, der Spaß an neuen Aufgaben und am „Denksport“ hat. Da die körperliche Belastung der Obedience-Übungen wesentlich geringer ist, als beim Gebrauchshunde- oder Agility-Sport, eignet sich diese Hundesportart auch für ältere Hunde. Für besonders ehrgeizige Hundesportler veranstaltet der SV jährlich eine eigene Meisterschaft in Obedience.


 

„Agility“

Dieser Fitness-Sport für Zwei- und Vierbeiner kam in den Achtzigerjahren in England auf und hat inzwischen eine weltweite Anhängerschaft gewonnen. Dieses schnelle Turnier, in dessen Mittelpunkt ein Hindernisparcours steht, ermöglicht vor allem jungen Mitgliedern den spielerisch-sportlichen Einstieg in die Hundeausbildung. Vor allem, weil Erfolge dabei nicht lange auf sich warten lassen.

Agility heißt Teamarbeit!

Beim Agility-Sport, eine der bekanntesten und beliebtesten Hundesportarten, werden körperliche und geistige Fitness von Mensch und Hund gleichzeitig gefordert. Für den schnellen, wendigen und temperamentvollen Deutschen Schäferhund ist Agility nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, überschüssige Energie „auszupowern“, es trainiert auch seine Koordinationsfähigkeit. Zusätzlich stärkt der Hundesport die Bindung zwischen Hundebesitzer und seinem Tier, denn Vertrauen und wortlose Verständigung werden hier groß geschrieben.

Fit mit Agility

Agility bedeutet übersetzt „Beweglichkeit“, denn genau die ist hier besonders gefragt, wenn es in den Agility-Parcours geht: Ein Parcours besteht aus verschiedensten Hindernissen, die der Hund bewältigen, überqueren oder durchlaufen muss. Die gängigsten Elemente eines Agility-Parcours sind: Mauern, Hürden, Schrägwand, Laufsteg, Wippe, Tisch- oder Weitsprung, Tunnel, Reifen und Slalom.

Agility-Turniere

In Agility-Turnieren können bereits erfahrene Hunde und ihre Besitzer gegeneinander antreten. In diesem Wettkampf müssen Hund und Hundeführer einen Standard-Parcours innerhalb einer bestimmten Zeit möglichst fehlerfrei bewältigen. Für das Überschreiten der Zeit oder Fehler an den Hindernissen erhält das Team Strafpunkte.

Bei allem Enthusiasmus: Für den Agility-Hundesport sollte der Hund mindestens 12 Monate alt sein. Knochenaufbau und Sprunggelenke müssen ausreichend entwickelt sein, bevor es an das Sprungtraining geht. Die erste Kontaktaufnahme mit den Geräten, z.B. mit dem Tunnel, kann bereits im Welpenalter erfolgen.


 

Und nicht zuletzt:

Neben Sport und Ausbildungsarbeit macht beim SV auch das ganz normale Vereinsleben Spaß – Ausflüge, Wanderungen genauso wie Vereinsabende und Fachdiskussionen: Es lohnt sich, die SV-Angebote zu testen!